30. Jahrestag der Errichtung des Rudolf Maister-Denkmals

10.10.2017, Marburg: Feierlichkeiten anlässlich des 30. Jahrestages der Aufstellung eines zentralen Denkmals für Rudolf Maister. Das Maister-Denkmal wurde am 10.10.1987 errichtet. ORF Kärnten, slowenische Abteilung, berichtete darüber ausführlich. Die Statue zeigt den General wie er den Säbel aus der Scheide zieht. General Rudolf Maister-Vojanov wurde am 29.3.1874 in Kamnik geboren. In den Jahren 1918-1919 hat er mit seinem Heer verhindert, dass „Marburg und das steirische Draugebiet Deutsch-Österreich angeschlossen wird“. Aleš Arih, der Obmann des Vereines General Maister, sagte: Die Bedeutung des Generals Maister tritt immer mehr in den Vordergrund. Viele von uns sind nämlich davon überzeugt, dass wir einen neuzeitlichen Rudolf Maister benötigen, natürlich ohne Säbel, jedoch mit den Werten, die von Maister vertreten worden sind. Diese Werte vermissen wir heute sehr“.

Auf Anregung des Verbandes der Vereine General Maister wird heuer wieder mit der Vergabe von General Maister Würdigungspreisen begonnen werden. (Hinweis: Als einziger Kärntner erhielt bisher der Rechtsanwalt Rudi Vouk im Jahre 2011 den General Maister-Würdigungspreis).In Marburg wird im Jahre 2018 auch die Staatsfeier anlässlich des Maister-Tages stattfinden. Damit wird man die 100-Jahrfeier seiner Aktionen begehen.1

23.11.2017, Marburg: Unter dem Titel Beispiel eines heimatliebenden Führers“ berichtet ORF-Kärnten, slowenische Abteilung, von der zentralen Feier zu Ehren des General Maister und der Kämpfer um die Nordgrenze.General Rudolf Maister ist das Vorbild eines kompetenten, heimatliebenden und entschlossenen Führers, denn er hat mit seinen Erfahrungen (…) seiner Heimat geholfen, als diese ihn am meisten benötigt hat“, erklärte im Rahmen dieser zentralen Feier die Verteidigungsministerin Andreja Katič. Mit diesem Gedenken wird die Erinnerung an den 23.11.1918 wachgehalten, als General Maister in Marburg mit seinen Kämpfern in einer eigenständigen militärischen Aktion die deutschsprachige Wache entwaffnete, das militärische Kommando übernahm und die slowenische politische Herrschaft in Marburg festigte. Ende Mai 1919 begann die Offensive in Kärnten. General Maister leitete gemeinsam mit serbischen Offizieren erfolgreich das Lavanttaler Kommando und übernahm das Oberkommando in der Zone A des Abstimmungsgebietes. (…) Maister war sich dessen bewusst, dass man nicht allzu sehr mit den Siegermächten des 1. Weltkrieges rechnen könne. Er meinte, dass die Besetzung des slowenischen nationalen Gebietes eine bessere Ausgangsposition für die Verteidigung der Nord-grenze bei den Friedensgesprächen bewirken wird. Die Verteidigungsministerin sagte auch, dass General Maister das Beispiel eines kompetenten, heimatliebenden und entschlossenen Führers abgibt, der eine eigene Vision hat und für andere Ideen offen ist, diese jedoch kritisch überprüft. Vor allem ist er aber auch ein Vorbild für die Jugend, hat er doch mit dem Wissen und den Erfahrungen, die er daheim gesammelt hatte, der Heimat geholfen, als sie ihn am meisten benötigt hat.2

 

Weitere „Landesfeiern“ in Slowenien

 

1 http://volksgruppen.orf.at/slovenci am 11.10.2017, http://radio.ognisce.si am 23.11.2011, www.skupnost.at am 5.12.2011

2 http://volksgruppen.orf.at/slovenci am 23.11.2017