Slowenischer Verfassungsrichter beurteilt die dunkle Seite der Partisanen…

Der Berg Macesovna gorica im Gottscheer Hornwald (Kočevski rog) zählt zu den zentralen Symbolen des kommunistischen Holocaust. „Macesnova gorica je eden osrednjih simbolov kommunističnega holokavsta“.
Der Berg Macesovna gorica im Gottscheer Hornwald (Kočevski rog) zählt zu den zentralen Symbolen des kommunistischen Holocaust. „Macesnova gorica je eden osrednjih simbolov kommunističnega holokavsta“.

Info Nr. 96

6.6.2026  Kocevski Rog –  Gedenkveranstaltung im Gottscheer Hornwald, bei der Höhle unter dem Berg Macesnova  gorica. Die Messe wird von Bischof Andrej Saje zelebriert. Die Ansprache hält Verfassungsrichter Prof. DDr. Klemen Jaklič.
Quelle: Demokracija, Ljubljana, 18.6.2026, S. 56 ff.

Der Berg Macesovna gorica im Gottscheer Hornwald (Kočevski rog) zählt zu den zentralen Symbolen des kommunistischen Holocaust. „Macesnova gorica je eden osrednjih simbolov kommunističnega holokavsta“.
Der Berg Macesovna gorica im Gottscheer
Hornwald (Kočevski rog) zählt zu den
zentralen Symbolen des kommunistischen Holocaust.
„Macesnova gorica je eden osrednjih simbolov kommunističnega holokavsta“.
Milan Zajec „fiel gemeinsam mit anderen Opfern in diese Höhle und konnte sich daraus nach 5 Tagen wie durch ein Wunder retten“
Milan Zajec „fiel gemeinsam mit anderen Opfern in diese Höhle und konnte sich daraus nach 5 Tagen wie durch ein Wunder retten“

           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbemerkung:
Der slowenische Verfassungsrichter Klemen Jaklič thematisiert die dunkle Seite der Tito-Partisanen. Er spricht vom „slowenischen Holocaust“ und unterscheidet somit nicht zwischen NS-Verbrechen und kommunistischen Verbrechen. Im Gegensatz dazu wollen Traditionsträger der Partisanenbewegung die Tito-Partisanen in ein möglichst positives Licht stellen. Im Rahmen des Kärntner Gedenkjahres 2025 hat sich diese Geschichtsauffassung tatsächlich durchgesetzt. Dieses Konfliktpotenzial in der praktizierten Erinnerungskultur gehört in Slowenien zur alltäglichen politischen Auseinandersetzung und wird zweifellos auch in Kärnten stärker in Erscheinung treten.
Die Leserinnen und Leser meiner Homepage wird daher die Ansprache des renommierten Verfassungsrichters, die er  anlässlich einer Gedenkveranstaltung für Partisanenopfer (s.o.) hielt, sicher interessieren.
Hier eine auszugsweise Übersetzung:
 Jaklič: „  Heute ist der erste Samstag im Juni. Am ersten Samstag im Juni, 81 Jahre seit der Planung der slowenischen „Endlösung“, fand genau hier unter der Macesnova Gorica und an Hunderten anderen kommunistischen Mordstätten in ganz Slowenien die Umsetzung der Endlösung statt. (…)
Attentate auf Persönlichkeiten…
Die organisierte systematische Säuberung konzentrierte sich zuerst auf die stärksten Gegner, so dass die ersten nationalen Führer unter die Schüsse der Attentäter fielen, wie Lambert Ehrlich und Ban Natlačen. Danach aber verbreitete sich das Morden planmäßig über das ganze Land und betraf lokale Führer, Bürgermeister und andere bekannte Individuen und ihre Familien. Vor allem diejenigen, die ein zu starkes Hindernis für die kommunistische Machtübernahme vor Ort darstellten. (…)  Und schließlich beim Marsch  in Richtung Kärnten (1945) meinte die Führung schicksalhaft und naiv, dass sie zusammen mit den westlichen Verbündeten weiterhin gegen den inländischen Kommunismus kämpfen werden. Stattdessen wurden sie mit einer List entwaffnet und den Kommunisten auf Gnade und Ungnade überlassen. (…) Trotz der Absicht, alles zu verbergen, damit die wahre Wahrheit niemals herauskommen konnte, wollte Gott etwas anderes.
Zeugenaussage…
(…) Gestattet, dass wir trotz eurer Kenntnis der Ereignisse, das Wort für ein paar Minuten einem der zentralen Zeugen zu überlassen – dem damals 19-jährigen Burschen aus Veliki Gaber, Milan Zajc, der zusammen mit anderen Opfern in diese Höhle fiel, sich nach fünf Tagen auf wundersame Weise aus der Höhle rettete, nach Hause kam und in die USA auswanderte. Er kehrte bis zu seinem Tod im Alter von 89 Jahren nie mehr nach Slowenien zurück. Der Zeuge dieser brutalsten Episode der slowenischen „Endlösung“ kann über die Ereignisse selbst am authentischsten berichten. Die Tötung dauerte mehrere Tage und der bezeugte Zeitabschnitt fand am ersten Samstag im Juni statt, das heißt, genau an dem Tag, wie er heute ist, und er war genau hier, vor diesem Abgrund.
Jaklič zitiert Milan ZajecEs war ein wundervoller Frühlingsmorgen. Ich erinnere mich nicht an einen so schönen Tag in meinem Leben. Es war klar wie Glas, der Tau schien in den Sonnenstrahlen, alles war voll Blumen und grün. Ich konnte es nicht fassen, dass sie uns töten würden, wenn wir gerade angefangen hatten zu leben. Im Hof des Gymnasiums in der Gottschee wurden wir auf Lastwagen gelegt, damit lagen wir wie Holz übereinander. Und ich wollte meine Brüder noch einmal sehen. Deshalb streckte ich mich und drehte  den Hals mit aller Kraft, um etwas mehr zu sehen. Ich hatte Glück und sah, wie sie meine Brüder auf den Lastwagen luden. Tone und Nace waren zusammengebunden. Stane war mit  Križnik Lojze aus Kostanjevica zusammengebunden. Meine Brüder haben mich bemerkt. Mit einem Lächeln zeigten sie mir alles, was sie mir sagen wollten: ruhig sein, denn wir werden uns in einer anderen Welt sehen, wo es besser sein wird. In Gedanken umarmten wir uns. Ich sah Bruder Jože nicht. Er war in der Gruppe hinter uns und im Gottscheer Hornwald (Kočevski Rog) fiel er in dieselbe Höhle wie ich und meine anderen Brüder, wir am Vormittag, er am Nachmittag.

Auf dem LKW, wo ich war, waren wir alle 18 bis 24 Jahre alt, nur einer war ein älterer Familienvater. Der Draht, mit dem wir zusammengebunden waren, war in unserem Fleisch, und darüber hinaus schlugen sie uns mit Stöcken. Es tat so weh, dass wir anfingen zu seufzen. Dieser ältere Mann, zu Hause aus Notranje Gorice in der Nähe von Brezovica, der zu Hause eine Frau und sechs kleine Kinder hatte, begann uns zu ermutigen, ruhig und gefasst zu sein, obwohl wir sterben werden, weil ja auch er ruhig ist. „Was wollt ihr Burschen, die ihr allein seid und alles geht mit euch? Ich verlasse zu Hause meine kleinen Kinder, alle sind unversorgt, das älteste ist zehn Jahre alt. Gott wird sich um sie kümmern.“ Aber ich für mich selbst kann sagen, dass ich keine Angst vor dem Tod hatte, aber ich hatte Angst vor der Folter der Kommunisten.
Die Sonne begann zu brennen und der Durst wurde immer schlimmer. Als wir schon ziemlich weit im Wald waren, kamen uns LKWs entgegen, die leer waren und nach Gottschee zurückkehrten, um andere Domobranzen abzuholen. Die LKWs transportierten Kleidung, was ein Zeichen dafür war, dass sie (die Opfer) ausgezogen wurden. Bald hörten wir das Schießen und das Klagen der Opfer, die von den Kommunisten ermordet wurden. Die Lastkraftwägen  hielten an und sie fingen an, uns an den Füßen herunterzuziehen. Als ich vom Lastwagen fiel, spürte ich meine Füße nicht mehr, weil ich während der Fahrt gefühllos geworden bin, da andere auf mir lagen und saßen. … Als sie mich ausgezogen haben, bemerkte ich einen Jungen, der erst 18 bis 20 Jahre alt war, der gefoltert wurde. Er war schon blutig und hatte kein Auge mehr, sein Kopf war zerspalten und zerfleischt. Er war noch immer bei Bewusstsein, saß still und jammerte oder seufzte überhaupt nicht. Ich war erstaunt, wie er diese schrecklichen Schmerzen so leicht ertragen konnte. Die Partisanen haben ihn aber immer wieder so lange geschlagen, bis er zusammenbrach.

Nachdem sie uns die Schuhe ausgezogen haben, banden sie uns zu zwanzig bis dreißig zusammen und es begannen unmenschliche Misshandlungen.  Die Partisanen standen im Spalier. Sie hatten Stöcke  in ihren Händen, auf denen kurvige Messer angebracht waren. Damit schlugen sie uns auf dem Weg zum Tötungsplatz, der etwa 200 bis 500 Meter von der Straße entfernt war. Während des Weges mussten wir uns hinsetzen und schnell wieder aufstehen, was uns unbeschreibliche Schmerzen bereitete, weil der Draht in unserem Fleisch steckte. Auf diesem Weg wurde uns befohlen, ein paar Meter vorwärts zu gehen, und dann wieder zurück … Unterwegs mussten wir Lieder singen, die die Kommunisten wollten. Es war besonders schwer, denn wenn sie einige von ihnen mit Messern schlugen, zerschlugen sie deren Köpfe und wir mussten die Bewusstlosen  hinter uns nachziehen … Am Ende wurden wir alle einzeln entfesselt  … und wir musste, mit den Händen am Rücken gebunden, nackt zwischen der Meute der Partisanen laufen. … Als ich rannte, sah ich nicht, wohin ich rannte, ich sah nur einen Unglücklichen vor mir, dem die Partisanen den Weg mit Stöcken und Messern zeigten. Augenblicklich verlor ich ihn aus meinen Augen, weil es dort eine scharfe Kurve gab.  … Dann erblickte ich vor mir einen Abgrund, und vor der Höhle lag eine zerfleischte blutige Leiche … Ich war bei Bewusstsein und wünschte mir nichts anderes als einen schnellen Tod, damit ich von diesen Qualen erlöst werde. … Ich hörte den Ruf: „Pass auf ihn auf!“ Dies rief ein Partisan jenen beiden zu, die vor der Höhle jeden einzeln erschossen haben, sie mögen auf mich aufpassen, zumal ich lief.
Als ich direkt kurz vor der der Höhle ankam, blieb ich nicht stehen, sondern sprang mit aller Kraft hinein und ich übersprang diesen Toten, der vor der Höhle lag und sprang in die Höhle. Im selben Moment schossen auch die beiden Partisanen, und ich rief nur: „Jesus, Barmherzigkeit!“ Ich hörte zwei Schüsse, und dann nichts mehr! Ich bin in den Abgrund gefallen!…

Geschätzte Anwesende! In diesem Abschnitt seiner Erzählung  bezeugt Milan Zajec nicht nur das Schicksal Zehntausender Kriegsgefangener und Zivilisten, die nach dem Krieg in Slowenien ermordet wurden und deren Schicksal man ansonsten mit Spekulation, geplanten Vertuschungen, Manipulationen und Lügen verschleiern würde. Gleichzeitig wird damit auch der Plan für eine „slowenische Endlösung“ bewiesen. Das Ziel der kommunistischen Revolution, die unter anderem auch das slowenische Partisanentum missbrauchte, bestand nämlich darin, alle Hindernisse der kommunistischen totalitären Zukunft endgültig zu beseitigen. (…)
Weil man planmäßig, mit dem Ziel der Vernichtung der politischen und ideologischen Gegner deshalb vorgegangen ist, damit der totalitäre Kommunismus seine gewünschte Herrschaft sichert und behält, handelt es sich dabei aus rechtlicher Sicht um Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Elementen des Genozids. (…) Der slowenische Holocaust fand hier unter der Macesnova gorica, in Teharje, auf dem Hrastiškem hrib  und an vielen anderen Orten statt. (…)
Verbrechen als Basis des Staates…
Geschätzte Anwesende! Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist an und für sich schon ein Übel. (…).
Die Freie Demokratische Gesellschaft…
(…) Verbrechen gegen die Menschlichkeit verjähren niemals. Es ist inakzeptabel, dass die Täter wegen solcher Verbrechen bei uns nie verfolgt worden sind. Das steht im Widerspruch zu einer freien demokratischen Gesellschaft und den allgemein anerkannten Grundsätzen zivilisierter Völker. (…)  
Der Staat müsste auch offiziell alle totalitären Symbole blockieren. (…) Denkmäler und Gedenkstätten, die totalitäre Verbrechen verherrlichen, die Benennung von bestehenden oder neuen Gassen nach ihnen, die Präsenz von totalitären Symbolen bei Staatsfeiern, die Ehrerbietung für Täter totalitärer Verbrechen mit dem Anzünden von Kerzen, rückwärtsgewandte Märsche vor dem Angesicht ihrer Statuen und ähnliche Deviationen haben in einer freien demokratischen Gesellschaft keinen Platz. Sie gehören zu den musealen Besonderheiten als eine Mahnung für die neuen Generationen, dass sich ein vergleichbarer totalitärer Abschnitt in der Geschichte der Slowenen niemals mehr wiederholen würde. (…) Man stelle sich vor, wie es beispielsweise wäre, wenn Deutschland nicht genau das getan hätte. Wenn der deutsche Staat und das Volk als Einheit nicht klar den Holocaust verurteilen würden, wenn man die Schuldigen dafür nicht verurteilt hätte, wenn die Deutschen als Volk für sein Verbrechen keinerlei Schuldgefühle hätten und keine Reue fühlten. Wenn die Deutschen stattdessen Staatsfeiern veranstalten würden, um die die Errungenschaften des Nazismus zu würdigen, stolz mit totalitären Symbolen winkten, nazistische Persönlichkeiten verherrlichten, nach ihnen Gassen benennen würden, sich vor deren Statuen verneigten, nazistische Lieder anstimmten und sich nostalgisch ihrer halbvergangenen Geschichte zuwenden würden.  (…) Ein solches Deutschland wäre keine freie demokratische Gesellschaft.
Versöhnung…
 Ich möchte mit einem Gedanken zur Versöhnung schließen. Davon ist viel die Rede. Bereits als Kind hörte ich davon. (…) Die Versöhnung ist auf der Basis von Kompromissen auf Kosten der Wahrheit nicht möglich. Versöhnung ist erst möglich, wenn die bereits angeführten Wertvorstellungen einer demokratischen Gesellschaft verwirklicht sind… Die Versöhnung ist also erst nach einer tatsächlichen Verwirklichung Sloweniens als eine freie und demokratische Gesellschaft möglich. (…) Seien wir aufrichtig allen Opfern und deren Angehörigen für ihren unauslöschlichen, mit dem Leben bezahlten Beitrag für dieses gemeinsame Ziel dankbar. Ich danke daher allen, die heute hier sind und allen, die sich nach besten Kräften für ein freies und demokratisches Slowenien bemühen. Dieses gemeinsame Ziel möge der Segen dieses heiligen Ortes unter der Marcenova gorica leiten“, so Verfassungsrichter Klemen Jaklič.

Resümee
Die historische Erinnerungskultur steht vor der Herausforderung, unterschiedlichen Gewalt- und Unrechtserfahrungen gerecht zu werden, ohne deren jeweilige historischen Kontexte zu verwischen. Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bildet aus guten Gründen einen zentralen Bestandteil des europäischen Geschichtsbewusstseins. Zugleich muss jedoch auch das Schicksal jener Menschen angemessen berücksichtigt werden, die im Zuge der kommunistischen Machtübernahme in Jugoslawien Opfer außergerichtlicher Hinrichtungen, politischer Verfolgung und anderer Formen staatlicher Gewalt wurden. Diese pazifistische Strategie entspricht auch den bekannten Entschließungen des Europäischen Parlaments. Ein erweitertes Erinnern bedeutet weder eine Relativierung noch eine Gleichsetzung der nationalsozialistischen Verbrechen mit den kommunistischen. Vielmehr trägt es dem wissenschaftlichen Grundsatz Rechnung, dass historisches Unrecht unabhängig von seiner ideologischen oder politischen Begründung quellenkritisch untersucht und die Würde aller Opfer geachtet werden sollte. Eine differenzierte Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn sie sich allen Formen politischer Gewalt mit derselben methodischen Sorgfalt und demselben ethischen Anspruch widmet.
Diese methodische Sorgfalt fehlte im Rahmen der Kärntner Erinnerungsjahres 2025.
„Demokraten“ bekämpfen „Demokraten“?!“
Verfassungsrichter Jaklič lehnt alle totalitären Systeme strikte ab (s.o) und geht davon aus, dass erst nach Überwindung dieser Unrechtsysteme von einer freien „demokratischen“ Gesellschaft gesprochen werden könne. Damit meint er ausdrücklich auch die Überwindung des titoistischen Totalitarismus. Er spricht vom slowenischen Holocaust, den die Tito-Partisanen zu verantworten hätten. Die Gegner der Demokratie seien demnach die Kommunisten.
Bei uns hoffen Aktivisten der antifaschistischen Bewegung bzw. der Antifa Camps  aus der Perspektive der (kommunistischen, antifaschistischen) Partisanenbewegung gemeinsam mit dem Partisanenverband  ebenfalls auf eine „demokratische“ Zukunft. Beispielsweise findet vom 1.9.-6.9.2026 in Kärnten das Antifa Camp 2026 mit dem Ziel einer demokratischen ZUkunft statt. : „Im September kehren wir mit einem noch größeren Camp nach Kärnten/Koroška zurück, in dem wir alle zusammenbringen wollen, die sich aktiv gegen die Bedrohungen des Fachismus wehren wollen und die Hoffnung auf eine demokratische Zukunft noch nicht aufgegeben haben. Organisiert von: Antifa Camp Koroška“.1 Die Gegner der Demokratie seien demnach die Faschisten. Somit  bedrohe der Faschismus und nicht die Partisanentradition eine demokratische Zukunft. Wie diese, offensichtlich neue, Demokratie aussehen soll und warum die derzeitige österreichische Demokratie abgelehnt wird, wird nicht ausgeführt.

Es handelt sich dabei also um zwei völlig konträre Demokratieverständnisse.
 Wie soll damit in Zukunft umgegangen werden?
Die Bedrohungen des Faschismus/Nationalsozialismus werden bei uns von Juristen auf der Basis des Verbotsgesetzes strikte verfolgt. Die kommunistischen Bedrohungen werden vom Juristen Jaklič durchaus verständlich erklärt. Auch diese müssten naturgemäß aus juristischer Sicht und nicht von  ideologisch orienienten Historikern thematisiert werden.
Eine differenzierte historische Betrachtung müsste nämlich zwei Tatsachen gleichzeitig anerkennen: Die Partisanen kämpften gegen eine verbrecherische nationalsozialistische Herrschaft; zugleich errichtete die kommunistische Führung nach dem Krieg eine autoritäre bzw. diktatorische politische Ordnung. Das ist kein Widerspruch. Eine verantwortungsvolle Geschichtsschreibung sollte daher nicht vor der Aufgabe zurückschrecken, mehrere historische Wahrheiten nebeneinander auszuhalten. Sie kann den Widerstand gegen den Nationalsozialismus würdigen und gleichzeitig die politischen und menschenrechtlichen Konsequenzen der kommunistischen Machtübernahme kritisch untersuchen. Gerade darin liegt der Unterschied zwischen historischer Aufarbeitung und politisch motivierter Erinnerung, wie sie im Jahre 2025 leider praktiziert worden ist.2
Im Hinblick auf diese ideologische Zwangslage benötigten wir dringend eine pazifistische, grenzüberschreitende Wahrheits- und Versöhnungskommission. Es geht dabei um die freie demokratische Zukunft  unserer gemeinsamen Alpen-Adria- Heimat!
Früher oder später wird man auch die Frage nach der politischen Verantwortung für die ideologische Konfliktstrategie stellen müssen.

 

1 zeitdiebin – linker und radikaler Kalender für Wien. https://zeit.diebin.at/events/8722, Abruf: 6.8.2026.

2 Dazu habe ich mich bereits oft geäußert und werde es im Rahmen einer umfangreichen Rezension des Buches „Hinschaun! Poglejmo!“ nochmals tun.